Der Jena-Plan

Kinder entwickeln sich sehr unterschiedlich!
Lässt man sie selbst bestimmen, mit wem sie spielen oder zusammenarbeiten, spielt der Geburtsjahrgang keine Rolle. Je nach Lern-Stand und -Gegenstand nehmen die Kinder unterschiedliche Rollen ein. Mal leiten sie, mal lassen sie sich leiten …

Was verbirgt sich hinter den Jena-Plan?

Da ist zuerst die Altersmischung: Der Jena-Plan umfasst immer drei Jahrgänge. Hier gibt es Lehrlinge, Gesell*innen und Meister*innen.
Wir haben – nun über 30 Jahre – gute Erfahrungen damit gemacht. Kinder und Jugendliche profitieren von dieser Altersmischung: sozial und inhaltlich. Dazu gibt es die Idee, die Lernerfolge immer gebührend zu feiern.

 

Der Monatskreis

 

»Zeigt her eure Werke und Geschichten«, heißt es rund sieben Mal in einem Schuljahr. Beim Monatskreis präsentiert eine der Stammgruppen U (Jahrgänge 1 bis 3), M (Jahrgänge 4 bis 6), O (Jahrgänge 7 bis 9), A (Jahrgang 10) einen Ausschnitt aus ihrer Arbeit und alle feiern die Präsentationen.

Schauen wir doch mal hinein: Gespannt sitzen alle in der großen Halle:
 Beim Versuch aus dem Laborbereich zischt und sprüht es gewaltig. Ein Sketch bringt alle zum Lachen. Eine schöne selbst erdachte Geschichte wird vorgelesen und hüllt die Zuhörer in Staunen. Ein kleines Englisch-Quiz fordert zum Mitdenken auf. Diese Lust an der Vorstellung der eigenen Arbeit transportiert sich bis in die Abschlussprüfungen hinein. Hier wird der Wert der vielen großen und kleinen Präsentationen messbar.

 

Lernen mit Herz und Hand

 

Lernen funktioniert am besten dann, wenn etwas selbst ausprobiert wird und wenn auch etwas misslingen darf.
 Denn gerade daraus ziehen die großen und kleinen Forschenden die Inspiration, sich selbst und ihr Werk beständig weiterzuentwickeln.
 Unterrichten bedeutet gemeinsam Erfahrungen zu machen.

Eine besondere Rolle spielen hier natürlich die Werkstätten und Ateliers: Malen, Zeichnen, Basteln, Werkeln, Handarbeiten, Musizieren, Gärtnern sind wichtige Inhalte im Unterricht und der selbstbestimmten Zeit. Hier nehmen Kinder und Jugendliche etwas in die Hand. Spaß und Freude, Mühe und Selbstdisziplin können einander einschließen.

»Am Anfang jeder Eroberung, steht nicht das abstrakte Wissen, sondern die Erfahrung, die Übung und die Arbeit!«

Celestin Freinet, Pädagoge

Unser Beitrag zum Buch:
Jenaplan-Pädagogik in Konzeption und Praxis:
Perspektiven für eine moderne Schule.

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