Unsere pädagogischen Prämissen

1 Jena-Plan

Kinder entwickeln sich sehr unterschiedlich!
Lässt man sie selbst bestimmen, mit wem sie spielen oder zusammenarbeiten, spielt der Geburtsjahrgang keine Rolle. Je nach Lern-Stand und -Gegenstand nehmen die Kinder unterschiedliche Rollen ein. Mal leiten sie, mal lassen sie sich leiten …

Was verbirgt sich hinter den Jena-Plan?

Da ist zuerst die Altersmischung: Der Jena-Plan umfasst immer drei Jahrgänge. Hier gibt es Lehrlinge, Gesell*innen und Meister*innen.
Wir haben – nun 40 Jahre – gute Erfahrungen damit gemacht. Kinder und Jugendliche profitieren von dieser Altersmischung: sozial und inhaltlich. Dazu gibt es die Idee, die Lernerfolge immer gebührend zu feiern. Beispielsweise beim Monatskreis, bei dem sich die Stufen U, M, O und A gegenseitig ihre Lernergebnisse präsentieren.

 

Vier Stufen

Die U-Stufe (Jahrgänge 1-3), die M-Stufe (Jg. 4-6) und die O-Stufe (Jg. 7-9) sind die klassischen Stufen, dazu gibt es eine Abschluss-Gruppe (Jg. 10). “Springen” oder länger bleiben ist möglich.

Im folgenden bunten Slider erfahrt ihr in ausführlichen Darstellungen mehr zu den pädagogischen Prämissen der Stufen .

2 Inklusion

Wir gestalten an unserer Schule eine inklusive Gemeinschaft von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Ideell orientieren wir uns am der entsprechenden UN-Konvention aus 2009.
Inklusion bedeutet für uns soviel gemeinsames Lernen wie möglich und soviel besondere Hilfe wie nötig.
Die intensive Zusammenarbeit zwischen Teilhabeassistent*innen und Lehrpersonen ist dabei selbstverständlich.
Mit den Jugendämtern der Stadt und der Kreise pflegen wir regelmäßige, sogenannte Hilfeplangespräche.

3 Noten und Abschlüsse

Unser Abschluss

Fast unbemerkt – auf jeden Fall für die Außenwelt – absolvieren die Schüler*innen des 9. Jahrgangs den für uns wichtigsten
»FCS-eigenen Abschluss«.
Hier zertifizieren wir ihnen die uns wichtigen Fähigkeiten: Selbstständigkeit, Soziales Lernen, Selbstreflexion, Problemlösekompetenz, Ambiguitätstoleranz, Rollendistanz und -übernahme sowie ihr besonderes Engagement.

Abschluss-Profile

Lebenspraktisch, berufsorientiert, real

Mit dem Lebenspraktisch orientierten Abschluss (LOA) und unserem berufsorientierten Abschluss (BOA) wollen wir Schüler*innen für die die anderen Abschluss-Schubladen nicht passen, ein Zertifikat mitgeben, dass der Einrichtung oder dem Arbeitgeber umfassend Auskunft über die Talente der Absolvent*innen geben.

Als »genehmigte Ersatzschule« vermitteln wir den Hauptschulabschluss (HSA), auch qualifizierend als QHSA, den Realschulabschluss (RSA), ebenfalls ab 2022 auch qualifizierend (QRSA). Die Prüfungen finden innerhalb der “zentralen Abschlussprüfungen für Nichtschülerinnen und Nichtschüler” (Hessen) statt.

»Haben Sie den Mut Ihren eigenen Weg zu suchen.«

Lehrer John Keating – 
im “Club der toten Dichter”

Nach der A-Gruppe endet die FCS - klappt der Wechsel?

Natürlich ist bei einem Wechsel an eine Regelschule für unsere Schüler*innen vieles neu. Der Unterricht verläuft in der Regel frontaler, die Gruppen sind größer und die Lehrer*innen werden gesiezt. Trotzdem sind die langjährigen Erfahrungen sehr gut. Unsere Schüler*innen wechseln an verschiedene (berufliche) Gymnasien oder in eine Ausbildung.
Manche gehen auch ein Jahr auf eine Schule im Ausland. Unsere Schüler*innen akklimatisieren sich dabei in der Regel genauso gut, wie ihre Mitschüler*innen von Regelschulen. Wir bekommen zudem oft die Rückmeldung, dass die ehemaligen Comenius-Schüler*innen sich mehr engagieren (etwa in der SV) und anscheinend mehr Spaß an neuen Lernstoff haben.

Ohne Stock und Zahl

Warum wir Noten erst ab Jahrgang 9 vergeben

Die im Moment am meisten zitierten Quellen gehen davon aus, dass es bis zu Beginn des 9. Schuljahres keine Noten braucht. Noten erscheinen zudem als höchst subjektiv und dadurch als ungerecht. Auch setzen Noten Kinder und Jugendliche unter Druck. Ist das notwendig?
Bei uns gibt es Noten erst ab dem 9. Schuljahr. Dies wurde im Konzept der Sekundarstufe (O & A) in den 90er Jahren so festgeschrieben.
Bis zu diesem Zeitpunkt brauchen wir (und auch die meisten Schüler*innen) keine Ziffern-Zeugnisse.
Stattdessen haben wir in allen Stufen und Anlässe passende Feedback-Systeme konzipiert. Diese reichen vom Entwicklungsbericht über das Zertifikat bis hin zum Abschlussgespräch.

»Wer im Vorhinein nicht ausgegrenzt wird, muss hinterher auch nicht eingegliedert werden!«
Richard von Weizsäcker

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