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Ein paar Steine, viele Kinder, ein Bach
Eigentlich untypisch: Am Rande der Hochhaussiedlung umgibt die Comenius Schule ein idyllisches Stück Natur. Hier beginnt unser Gang durch die Schulgemeinde aus Schüler*innen, Eltern und Lehrpersonen.
Der Beginn - ein Blick in die U
Neugierig sein, Kreativität entfalten, Zusammenhänge fachübergreifend verstehen – das ist der Unterricht an der FCS. Begleitet die beiden Absolventen der FCS David Rost und David Franken Villa, die einen Film über die FCS gedreht und dabei ihre ehemalige Schule neu entdeckt haben. Back to the Roots – sozusagen.
Magdalenas Reise durch die FCS
Weitererzählt – die Eltern
Gründung
Eine Gruppe engagierter Eltern haben sich 1982 zusammengefunden, um den ihren Traum einer freien Schule wahr werden zu lassen. Vier Jahre haben sie an einem Gründungskonzept gefeilt und dabei einen Trägerverein gegründet. Er bildet bis heute die Basis der FCS und ihr demokratisches Zentrum. Entscheidungen sind immer an Mehrheitsentscheidungen gebunden. Transparenz ist dabei erstes Gebot.
Struktur
Für die Struktur der Freien Comenius Schule sorgen auch weiterhin die Eltern. Und sie sorgen mit für das demokratische Verständnis und das freiheitliche und doch gemeinschaftliche Wertesystem der FCS. Diese Maxime der Pädagogik findet sich also auch in der Arbeit der Eltern wieder: »Wir lassen keinen zurück.«
Schule miterleben
Wie die Kinder an der Freien Comenius Schule mit Freude lernen, haben auch die Erwachsenen richtig Lust, Schule noch einmal mitzuerleben. Bei Monatskreisen sehen Eltern wie ihre Kinder engagiert und mutig auf der großen Bühne vor mehr als 150 Zuschauern ihre Projekte vorstellen.
Bei den Kinderelternabenden ermöglichen die Kinder und Lehrpersonen der Stammgruppen den Eltern Einblicke in ihre Arbeit, die anschließend bei leckerem Essen und Gesprächen entsprechend gewürdigt wird.
Alle Eltern sind ausdrücklich dazu eingeladen, auch einmal einen Tag die Schulbank zu drücken, auch wenn es die so an der Freien Comenius Schule eigentlich gar nicht gibt. Beim Morgenkreis oder in den verschiedenen Lernzeiten bekommen die Eltern ein Gefühl für das Lernen und die Mitbestimmung der Kinder an der FCS.
Die Lernentwicklung des Kindes wird in regelmäßigen Elterngesprächen besprochen. Diese finden ab einem gewissen Zeitpunkt auch zusammen mit den Kindern und Jugendlichen statt.
Das Organigramm der FCS
Die FCS ist eine Schule, in der Dialog, Dialektik und Demokratie die Alltagsstruktur bestimmen. Dies spiegelt sich auch in den Gremien und Arbeitsgruppen wieder. Inzwischen auch in vielen Gremien aktiv: die Schüler*innen.
Die wichtigsten Gremien der FCS zum Blättern:
Elterngeld und Ersatzschulfinanzierung
Die Freie Comenius Schule ist eine »genehmigte Ersatzschule« und erhält entsprechende Gelder vom Land Hessen. Das Elterngeld ergänzt diese Einnahmen und ermöglicht beispielsweise den guten Betreuungsschlüssel.
Verantwortung und Kreativität
Die FCS lebt von der Mitverantwortung und den Ideen von Schüler*innen, Eltern und Lehrpersonen. Alle bringen sich ein, sind miteinander im Gespräch und entwickeln so die Schule immer ein Stück weiter. Es begann mit dem Engagement weniger im Jahr 1982, heute sind es über 400 Personen, die sich aktiv in ihrer Schule einbringen.
In guter Verfassung
Die FCS firmiert als »Freie evangelische Schulgemeinde e.V.«. Dies hat historische und ethische Gründe. Die Schulgemeinde sieht sich in einer vielfältigen, interkulturellen und interreligiösen Tradition.
Eltern können auf Antrag Mitglied werden.
Vorstand: Hier laufen die Fäden zusammen
Eine komplexe Gemeinschaft braucht ein Gremium, durch das sich alle gut vertreten fühlen. Diese Funktion, in der Ideen und Entwicklungen voran und letztlich zur Entscheidungsreife gebracht werden, füllen immer fünf bis sechs gewählte Vertreter*innen aus der Elternschaft aus.
Pädagogik und Wirtschaftlichkeit
»Bezohle, wann mehr Geld hat, des is kah Kunst...«, vermeint doch schon der »Datterich«. Die Schule erscheint vielleicht klein, aber es fallen täglich Aufgaben an, die keinen Aufschub dulden und die professionell gemanagt werden müssen. Dafür steht die Pädagogische Schulleitung und die Geschäftsführung. Hier ist die Beziehung zum Schulamt genauso wichtig, wie der Überblick bei aktuellen Neubau-Maßnahmen.
Am Puls und Impuls
Die Elternabende werden von den gewählten Vertreter*innen der Elternschaft gestaltet. Sie laden die Lehrpersonen und die Eltern ein und sammeln die gemeinsamen Themen. So haben die Erwachsenen einen guten Draht zum Team und sind nach dran am Leben und Lernen in den Stammgruppen.
Mitgliederversammlung und Verwaltungsrat
Wann sind die Elternabende, wann die Monatskreise, welche Kinder wechseln in welche Stammgruppe ...? Diese und andere Fragen beantwortet oder verabschiedet letztlich der Verwaltungsrat und somit bestimmt dieses Gremium die Struktur der Schule aktiv mit.
Planen wir einen neuen Bauabschnitt? Gestalten wir die Website neu? Wollen wir einen Berufsorientierten Abschluss? Diese und andere Fragen wurden in den letzten Jahren von der Mitgliederversammlung intensiv diskutiert und schließlich verabschiedet.
Arbeitsgruppen: Eine bewegte Schule
Die FCS lebt von den Ideen der Menschen, die nahe dem Kranichsteiner Bahnhof und doch gefühlt mitten in der Natur leben und lernen. Das sind Schüler*innen, genauso wie Eltern und Lehrpersonen. Hier entstehen viele neue Ideen. Die Schüler*innen der A wollen ihren Klassenraum neu gestalten, die Eltern die Mensa mit einem neuen pädagogischen Konzept ausstatten und die Lehrpersonen einen Lebensorientierten Abschluss einführen. Gute Ideen werden durch das kreative Teamwork in den Arbeitsgruppen noch besser und gelangen so bis zur Durchführung.
Förderverein
»Verein zur Förderung und Betreuung behinderter junger Menschen e.V.«
Ein langer Name steht für eine lange und ereignisreiche Geschichte. Viele tolle Ferienfreizeiten im berühmten Bolanden wurden durch die von uns gerne als "ABCD"-Verein bezeichnete Einrichtung gewährleistet. Auch die Betreuung am Mittwoch oder an den Freitagen der Teamwochenenden. Die Angebote waren so toll, dass Kinder oft genauso begeistert davon berichten, wie vom Spielen und Lernen während der Schulzeit.
Der Dialog
»Dialog« leitet sich von διάλογος diá-logos, dem »Fließen von Worten« ab.
Innerhalb unserer Schulgemeinde kommt dem Dialog ein hoher Stellenwert zu. Er steht deshalb mal klar und eindeutig, mal zwischen den Zeilen beständig im Zentrum unseres Denken und Handelns. …
… Die Schüler*innen nehmen Unterschiede wahr: Sie lernen sie zu akzeptieren und voneinander zu profitieren. Die Lehrpersonen haben wie an kaum einer anderen Schule die Gelegenheit miteinander zu arbeiten und gemeinsam Ziele zu verwirklichen. Die Eltern sehen ihre Kinder, wie sie in der Schule wachsen und manchmal sogar über sich hinauswachsen. Und die Eltern sind das Fundament, nicht nur, weil sie sie gegründet haben, sondern weil sie die FCS bis heute tragen.
Über den beständig gepflegten Dialog entwickelt sich die Schule und entwickeln sich alle Beteiligten.
Die Kunst des Feedbacks
Die jährlichen Elterngespräche, die Entwicklungsberichte, die persönliche Lernberatung, die Schullaufbahnberatung haben nur ein Ziel: die Stärkung des Selbst-Vertrauens. Man spürt in vielen Situation den Stolz und die Anerkennung, die den Kindern und Jugendlichen zuteil wird.
Die FCS würdigt dies im 9. Schuljahr mit einem eigenen Abschluss. Dieser integriert auch drei besondere Projekte in der Oberstufe: die Arbeit in den selbst gegründeten Schulfirmen, im Sozial-Ökologischen Projekt und an einer umfangreichen Facharbeit.
»Wir bauen eine Schule.«
Titel eines der vielen FCS-Lieder